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Fortsetzung: Die dänische Insel Anholt

Bereits am 23. März 1974 schlossen sich deshalb 16 kleine Inseln zum „Samslutning af Danske Små Øer“ zusammen. Zu den mittlerweile 27 Mitgliedsinseln gehören neben Inselzwergen wie Birkholm (9 Einwohner) oder Hjortø (14 Einwohner) auch Inseln wie Orø, der mit 989 Einwohnern bevölkerungsreichsten Insel im Verband. Um Mitglied zu werden, muß eine Insel über eine Fähranbindung ans Festland verfügen, darf höchstens 1.000 Einwohner beherbergen und keine eigenständige Kommune sein.

Touristen können, so meint Vibeke Fenger, als zusätzliche Fahrgäste zum Erhalt der Fährverbindungen (und von Arbeitsplätzen) beitragen. Und der Erfolg ihrer Arbeit scheint ihr Recht zu geben. Seit Februar 1998 leitet sie das Büro des „Netværket Dansk Småø Turisme“ auf der Limfjord-Insel Venø. Ihr zentrales Büro bildet die touristische Vertretung der Inselallianz und fungiert als Anlaufstelle für Interessenten und Buchungszentrale für Urlauber. Das Angebot reicht von der reinen Unterkunftsvermittlung über Gruppenarrangements bis hin zum Inselhopping mit Rad und Fähre. „Jede der Inseln hat ihren ganz eigenen Charakter“, sagt Vibeke Fenger. Sie alle bieten aber etwas, das in unserer Welt selten geworden ist: Frieden und Ruhe, Wasser und Natur.

Auf Anholt tummeln sich in den Sommermonaten bis zu 4.000 Gäste. Sie alle kommen des Inselfeelings wegen. Eiszeit, Wind und Wasser haben in Jahrtausenden eine unverwechselbare Landschaft geformt. Im Westen haben die Gletscher einen gewaltigen Erd- und Gesteinswall zurück gelassen. Heute überzieht märchenhafter Kiefern- und Wacholderwald diese Hügelkette weiträumig.

Anholt By, einziger Ort der Insel, duckt sich in den östlichen Windschatten des Höhenzuges. Kirche, Lebensmittelladen, Post, Café, Kiosk und ein Kro sichern die Versorgung der Insulaner und Urlauber. Für die Dauer der Sommermonate wird zudem ein Polizist vom Festland zur Inselpatrouille abkommandiert.

Hoch hinaus geht es vom Dorf aus über schmale markierte Wanderpfade. Auf stolze 48 Meter bringt es der höchste Punkt der Insel, der Sønderbjerg. Der Blick gen Osten erklärt, warum viele Dänen oftmals liebevoll vom „Gran Canaria“ des Nordens sprechen: ein atemberaubendes Mosaik aus Sand in den unterschiedlichsten Gelb- und Brauntönen, grüne, oftmals vom Wind bizarr geformte Wacholderbüsche, großflächige Tupfer aus Krähenbeeren und nur knöchelhoch wachsenden Weiden.

Ausgedehnter Sandstrand bildet den Übergang zum türkis und dunkelblau schimmernden Wasser. Eine Vielzahl seltener Pflanzen- und Vogelarten besiedelt diesen einmaligen Naturraum. „Ørkenen“, die Wüste, nennen die Anholter diesen Teil der Insel, der immerhin drei Viertel der Gesamtfläche ausmacht.

Bis zur Mitte des 15. Jahrhunderts war auch die Wüste von Bäumen bewachsen. In der Folge wurde nahezu der komplette Baumbestand für die Sicherheit der Schifffahrt geopfert. Auf Anordnung des dänischen Königs Friedrich II wurde 1560 auf der Ostspitze ein Pfannenfeuer, historischer Vorläufer des 1881 gebauten Leuchtturms, errichtet. Technische Verbesserungen ermöglichten kurze Zeit später das Ausrichten des Feuers nach dem Wind. Dieses sogenannte „Papageienfeuer“ wurde 1623 durch einen Holzständerbau und der Brennstoff Holz durch Kohle ersetzt...
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www.visitdenmark.com
© Jørgen Hansen


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